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Lagerung

Pellets lassen sich bei geeigneter Umgebung unbegrenzt lagern ohne ihre Eigenschaften zu verlieren. Da sie sehr trocken sind, kann kein biologischer Abbau stattfinden. Pellets gehen vom Lager, in dem üblicherweise ein Jahresvorrat liegt, über ein Entnahme- und Fördersystem in den Tagesbehälter des Kessels. Der Tagesbehälter fasst 30 - 60 kg und wird über die Kesselsteuerung zyklisch befüllt. Zur Beförderung gibt es zwei Systeme:
Pneumatische Saugturbinen oder elektrische Förderschnecken. Beide Entnahmesysteme sind mit den diversen Lagerarten grundsätzlich kombinierbar.

Systemvarianten

Bei einem Neubau ist es schon vor der Vergabe der Kesseltechnik erforderlich sich zu entscheiden zwischen einem:

- Außenlager (wetterfeste Silos bzw. unterirdische Speicherbehälter) oder
- Innenlager (frei stehende Gewebesilos bzw. umgebauter Kellerraum - bei geschlossenen Lagerräumen im Haus sollte zur Sicherheit eine Überdrucköffnung eingebaut werden, damit das Lager "eigensicher" ist)

und

- Förder- und Entnahmesystem durch Vakuum-Saugsystem (Entnahme von unten bzw. von oben) oder Förderschnecke (Entnahme von unten)

Neubau

Außenlager sind ideal bei stark wärmegedämmten und intensiv genutzten Gebäuden, deren Innenraum für die Brennstofflagerung zu wertvoll ist. Beim neu erstellten Einfamilienhaus und bei repräsentativen Bauwerken werden unterirdische Behälter bevorzugt, zumal der zusätzliche Aufwand für den Aushub geringfügig ist und daher vernachlässigt werden kann.

Modernisierung

Bei der Modernisierung von vorhandenen Wohngebäuden werden idealerweise Innenlager gewählt, um Erdarbeiten zu vermeiden. Hier sollte geprüft werden, welche Lösung die Günstigste ist. Falls der Innenraum nicht vorhanden ist, kann ein Außentank auch z. B. unter der Garageneinfahrt eingebaut werden. Wird ein Lager im Selbstbau hergestellt, sollten die " Empfehlungen zur Lagerung von Holzpellets, Informationsblatt 01-2005-A" und die nachfolgende aktuellere Ausgabe des Deutschen Energie Pellet Verband (www.depv.de) verwendet werden.

Nutzen des verfügbaren Raumes

Werden die Pellets von unten entnommen, ist man darauf angewiesen, dass der Brennstoff durch die Schwerkraft nach unten zur Entnahme rutscht. Dadurch werden Schrägen oder Trichter unter dem Pelletlager notwendig. Das Raumvolumen unter den Schrägen bei Silos als auch bei Lagerräumen ist ungenutzter Raum. Abhilfe schafft die Entnahme von oben (Maulwurf-Prinzip: www.schellinger.de ). Dabei ist fast das gesamte untere Volumen verfügbar, da die Entnahme zu den Pellets wandert und diese im Lager abholt.

Lagervolumen

Die Größe des Lagerraumes hängt vom Wärmebedarf des Gebäudes ab. Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass die für ein Jahr erforderliche Brennstoffmenge mit einer Reserve gelagert werden kann. Als Faustgegel gilt:

pro 1 kw Heizlast  0,9 m³ Raum inkl. Leerraum  
nutzbarer Lagerraum   2/3 des Raumes inkl. Leerraum  
1 m³ Pellets   650 kg 
Energieinhalt  4,9 kWh/kg  

Ab 50 kW Kesselleistung muss Heiz- und Lagerraum laut Feuerschutzverordnung der Brandschutzklasse F90 entsprechen.

Bis 15.000 kg Pellets dürfen im Heizraum ohne Brandschutz gelagert werden, Abstand vom Brenner mindestens 1 m.

Entnahme von unten aus einem Pelletlager durch ein Vakuum-Saugsystem.

Entnahme von unten aus einem Pelletlager durch ein Schneckensystem.

Entnahme von oben aus einem Pelletlager durch das Vakuum-Saugsystem Maulwurf von Schellinger

Links: Entnahme aus einem Pelletlager von unten, die Pellets müssen durch Schwerkraft zum Entnahmeort rutschen. Dabei findet eine Entmischung von Pellets und Feinanteil statt.

Rechts: Entnahme aus einem Pelletlager von oben, die Entnahmesonde (Maulwurf) wird zu den Pellets bewegt und diese werden direkt abgesaugt. Die Fließeigenschaften der Pellets spielen dabei keine Rolle.

Innenlager - Varianten im Vergleich:
Maximal mögliche Ausnutzung des beanspruchten Raumes.

Gute Ausnutzung des beanspruchten Raumes durch Entnahme von oben. Lagerraum im Gebäude ohne Schrägboden.

Optimale Ausnutzung des beanspruchten Raumes durch Entnahme von oben.

Links: Gewebesilo als Innenlager.

Rechts: Betonbehälter als unterirdisches Außenlager.

Querschnitt eines Lagerraum

Quelle DEPV-Informationsblatt

Diese Seite wurde mit Texten und Bilder von der Fa. Schellinger KG, Weingarten und Mall GmbH, Donaueschingen zusammengestellt, die uns die Freigabe dafür gegeben haben.

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